„Ich bin so schwach."
Mitleid schaltet das Nachdenken aus. Wer hilft, prüft nicht mehr.
Eine Fritzi-Fuchs-Geschichte darüber, wie freundlich eine Falle aussehen kann. Zum Vorlesen und Selberlesen — für die ganze Familie.
Fritzi ist eine Füchsin, die zu viel fragt. Nicht die schnellste und nicht die größte, aber mit Abstand die neugierigste. „Du fragst Löcher in den Wald", brummt ihr kleiner Bruder Rufus manchmal. Fritzi findet das kein bisschen schlimm.
Ihr Vater auch nicht. „Fragen sind gut, kleine Füchsin", sagt er. „Fragen halten dich sicher."
In diesem Buch passiert nichts Schlimmes, und es geht nicht darum, Angst vor der Welt zu haben. Es geht um etwas anderes: Wer gefährlich aussieht, ist es oft nicht — und wer ganz harmlos aussieht, manchmal schon. Deshalb hilft kein Misstrauen gegen bestimmte Tiere, sondern eine einzige gute Gewohnheit: kurz anhalten und nachfragen.
Papas Regel
Wer es gut mit dir meint, freut sich, wenn du nachfragst.
Nur wer etwas vorhat, wird ärgerlich.
Gewidmet ist das Buch „allen, die lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig".
Wollie hat keine einzige Tür aufgebrochen. Sie hat es mit vier Sätzen versucht — und jeder davon funktioniert bei Kindern wie bei Erwachsenen. Es sind wörtlich dieselben, mit denen Erwachsene an der Bürotür, am Telefon und im Posteingang getäuscht werden.
Mitleid schaltet das Nachdenken aus. Wer hilft, prüft nicht mehr.
Der Druck der Herde. In Wahrheit hatte es kein Einziger getan.
Plötzlich geht es nicht mehr um die Tür, sondern darum, ob du nett bist.
Der Wunsch nach Heimlichkeit — das verlässlichste Warnsignal von allen.
Ein Satz fehlte bei Wollie vollständig: „Prüf ruhig nach." Wer ehrlich ist, sagt ihn von selbst. Fritzis Antwort darauf sind die vier klugen Fragen — sie stehen im Buch.
Sechs Tiere, die in den meisten Kinderbüchern die Bösewichte wären. Hier sind sie diejenigen, die aufpassen — das ist kein Zufall, sondern der Kern der Geschichte.
Die Schlange. Flüstert, wenn etwas nicht stimmt. Er hört alles im Unterholz.
Der Marder. War der beste Einbrecher weit und breit. Heute prüft er die Tore.
Die Krähe. Sammelt alles Glänzende und vergisst niemals etwas.
Die Ratte. Kennt jeden Gang unter dem Wald und findet heraus, wo jemand herkam.
Die Hyäne. Lacht laut. Und ein Trick, über den alle lachen, wirkt nicht mehr.
Der Geier. Kommt, wenn etwas passiert ist — und hilft beim Aufräumen.
Dieselbe Geschichte als Softcover, ergänzt um sechzehn Seiten Unterrichtsmaterial. Alle Arbeitsblätter dürfen für den eigenen Unterricht vervielfältigt werden — ein Exemplar reicht für die Klasse.
Lernziele, Zeitbedarf, Fächeranbindung — und ein Hinweis, worauf im Gespräch mit der Klasse zu achten ist.
Gesprächsimpulse und ein Tafelbild, das am Ende der Lektüre noch einmal betrachtet wird.
Zu allen acht Kapiteln, je drei Fragen — vom Sonnwald bis zu den vier Fragen am Tor.
Die vier klugen Fragen, Wollies Sätze erkennen, das Aussehen täuscht, Was würdest du tun — und ein Blatt für zuhause.
Klassenstufe 1–2 zum Vorlesen, 3–4 zum Selberlesen · Zeitbedarf zwei bis vier Unterrichtsstunden, als Kurzvariante eine Doppelstunde · Fächer Sachunterricht, Deutsch, Ethik, Klassenrat; anschlussfähig an Medienbildung und Präventionsarbeit.
Zwischen dem Glitzerbach und dem alten Steinbruch liegt der Sonnwald, und mitten darin das geflochtene Vorratstor. Ein sicherer Ort — solange am Tor jemand die vier klugen Fragen stellt. Damit die Geschichte über das Vorlesen hinaus wirkt, hat schon die Hauptausgabe einen eigenen Anhang: die vier klugen Fragen, zwei Gesprächstabellen für Haustür, Schulweg und Bildschirm, eine Urkunde der Torwache zum Ausfüllen und ein Nachwort für Erwachsene.
Für die Großen: Was Wollie tut, hat einen Namen — Social Engineering. Es richtet sich nie gegen Technik, sondern gegen Mitleid, Höflichkeit und den Wunsch dazuzugehören. Die Reihe dreht das übliche Kinderbuch-Muster deshalb bewusst um: Ein Kind, das lernt „vor der Schlange muss ich mich hüten", ist nicht geschützt. Ein Kind, das lernt „auch das Lämmchen kann mich austricksen", ist es.
Alle Preise sind gebundene Ladenpreise nach dem Buchpreisbindungsgesetz und enthalten die ermäßigte Mehrwertsteuer von 7 %.
Hardcover.
ISBN 978-3-913124-00-1
Softcover, mit Unterrichtsmaterial.
ISBN 978-3-913124-01-8
Gelesen von Martin Willert.
ISBN 978-3-913124-76-6
Die Sonnwald-Geschichten.
Verlag: Stormcat Interactive.
Schulen und Einrichtungen: Für Sammelbestellungen gilt der gesetzliche Schulnachlass nach § 7 Abs. 3 BuchPrG — 8 % ab 11 Stück, 10 % ab 26, 12 % ab 101, 13 % ab 501, pauschal 12 % aus eigenem Schulbudget. Rechnungskauf für Schulen und öffentliche Einrichtungen. Den Bestellschein senden wir Ihnen auf Anfrage zu.
Die Geschichten wandern mit dem Kind mit — vom vertrauten Wald über die Stadt und das Dorf bis auf Reisen. Jeder Band steht für sich, die Methode bleibt dieselbe.
Das Vertraute zuerst: Tür, Familienwort, das eigene Zuhause.
Viele Fremde, Pakete, Nachbarn — und der Satz „alle machen das hier".
Wo jeder jeden kennt, wirkt Vertrautheit selbst wie ein Ausweis.
Reise, Urlaub, Ausland — und drei Sonderbände zu Zuhause, Arbeit und Freundschaft.
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